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Bericht zum Konsum psychoaktiver Substanzen in Berlin, ESA 2024

06.07.26

Hollweck, R., Deibler, A.-M., Becher, C., Olk, K., & Olderbak, S. (2026). Epidemiologischer Suchtsurvey 2024. Substanzkonsum und Hinweise auf substanzbezogene Störungen in Berlin. IFT Institut für Therapieforschung München.
https://doi.org/10.5281/zenodo.20809562

Hollweck, R., Deibler, A.-M., Becher, C., Olk, K., & Olderbak, S. (2026). Epidemiologischer Suchtsurvey 2024. Substanzkonsum und Hinweise auf substanzbezogene Störungen in Berlin - Kurzbericht. IFT Institut für Therapieforschung München.
https://doi.org/10.5281/zenodo.20808490

In den letzten Jahrzehnten gehörte der Konsum psychoaktiver Substanzen zu den zentralen globalen Ursachen von gesundheitlicher Belastung und Verlust von Lebensjahren. Im Jahr 2019 entfielen etwa 2,6 Millionen Todesfälle auf Alkohol, rund 4,7 % aller globalen Todesfälle, während ca. 600.000 weitere Sterbefälle durch andere Drogen verursacht wurden (World Health Organization (Who), 2024a). Im Jahr 2021 verstarben in Deutschland schätzungsweise 99.000 Personen infolge des aktiven Tabakkonsums oder durch anhaltende Belastung des Passivrauchens (Starker et al., 2025). Dar-über hinaus waren im selben Jahr rund 21.700 Todesfälle unter Personen im Alter von 15 bis 69 Jahren auf den Konsum alkoholischer Getränke zurückzuführen (Kraus et al., 2024). Seit dem Jahr 2017 ist ein kontinuierlicher Anstieg der drogenbedingten Todesfälle durch den Gebrauch illegaler Sub-stanzen wie Heroin, Kokain oder synthetischer Drogen zu beobachten. Im Jahr 2023 erreichte die Zahl der Drogentoten mit 2.227 Fällen einen Höchststand, was einem Zuwachs von 12 % gegenüber dem Vorjahr entspricht (Bundeskriminalamt, 2024). […]
Seit 1980 liefert der Epidemiologische Suchtsurvey (ESA) kontinuierlich Daten zum Substanzkonsum und seit Mitte der 1990er Jahre auch zu Indikatoren des problematischen Substanzkonsums bzw. substanzbezogenen Störungen in der Allgemeinbevölkerung. Substanzbezogene Störungen basieren auf Kriterien des Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen IV (DSM-IV). Der Vorteil dieser wiederholten, gut vergleichbaren Querschnittsbefragungen liegt in den vielfältigen Möglichkeiten zur Analyse zeitlicher Veränderungen (Olderbak et al., 2025).Im Jahr 2024 nahm Berlin an der Zusatzerhebung teil, was die Möglichkeit bietet, bundeslandspezifisch repräsentative Aussagen zur Verbreitung des Substanzkonsums und der damit einhergehenden Probleme zu treffen. Im vorliegenden Bericht werden die aktuelle Situation im Jahr 2024 sowie die zeitlichen Trends des Konsumverhaltens für Tabak, Alkohol, Cannabis, illegale Drogen und Medikamente in Berlin dargestellt und mit den Ergebnissen der bundesweiten Erhebung verglichen.

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