Kategorie: Therapie und Versorgungsforschung

Versorgungsgeschehen in Einrichtungen der Sozialen Teilhabe [Kurzbericht Nr. 1/2026 – Deutsche Suchthilfestatistik 2024]

Der Kurzbericht 1/2026 der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS) ist erschienen. Der Kurzbericht ist kostenfrei auf der Webseite der DSHS erhältlich: 

 

Dauber, H., Riemerschmid, C., & Schwarzkopf, L. (2026). Versorgungsgeschehen in Einrichtungen der Sozialen Teilhabe [Kurzbericht Nr. 1/2026 – Deutsche Suchthilfestatistik 2024]. IFT Institut für Therapieforschung, München, https://www.suchthilfestatistik.de/fileadmin/user_upload_dshs/Publikationen/Kurzberichte/DSHS-Kurzbericht-I-2026_Soziale_Teilhabe_bf.pdf

Umfrage zur Weiterentwicklung der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS)

Wir laden Sie ein, an einer kurzen Befragung teilzunehmen, um Ihre Ideen, Wünsche und Anregungen für die Weiterentwicklung der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS) zu sammeln. Ihre Einschätzungen und Erfahrungen sind für uns von großer Bedeutung, um den jährlichen Bericht noch benutzerfreundlicher, informativer und praxisorientierter zu gestalten. Die Umfrage dauert ca. 5-10 Minuten und hilft uns, gezielt auf die Bedürfnisse der Fachpraxis einzugehen.

 

Die Teilnahme an der Studie ist freiwilig. Ihre Angaben werden anonym und streng vertraulich behandelt und am IFT Institut für Therapieforschung München unter Einhaltung aller einschlägig relevanten Datenschutzvorgaben analysiert. Ausführliche Informationen zur Teilnahme und die Befragung finden Sie unter folgendem Link:

 

https://s2survey.net/DSHS_Weiterentwicklung/

Kurzbericht: Kokainkonsumstörungen in der ambulanten und stationären Suchthilfe

NEU: KURZBERICHT 2/2024

Zusätzlich zu den Standardanalysen werden aus dem umfangreichen Pool der im Rahmen der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS) erhobenen Daten für jährlich wechselnde Sonderauswertungen spezifische Betreuungs- und Behandlungsgruppen ausgewählt und in üblicherweise zwei Kurzberichten pro Jahr dargestellt.

 

In Deutschland ist eine wachsende Verfügbarkeit von Kokain und eine zunehmende Anzahl an Konsumierenden zu verzeichnen. Angesichts der zentralen Rolle von psychosozialen Interventionen bei Kokainkonsumstörungen gilt diese Entwicklung als zukünftige Herausforderung für das Suchthilfesystem. Diese Sonderauswertung der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS) soll die Personen, die aufgrund von kokainbezogenen Störungen Leistungen der ambulanten und stationären Suchthilfe in Anspruch nehmen, und ihre dortige Versorgung charakterisieren.

 

-> Downlad Kurzbericht 2/2024

Jahresbericht der Deutschen Suchthilfestatistik

Der aktuelle Jahresbericht der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS) ist  veröffentlicht worden. Wie in den Vorjahren werden die wichtigsten aktuellen Ergebnisse der Deutschen Suchthilfestatistik zusammengefasst. Im Jahr 2023 wurden in 897 ambulanten und 156 stationären Einrichtungen, die sich an der DSHS beteiligt haben, 331.537 ambulante Betreuungen und 36.868 stationäre Behandlungen durchgeführt. Die Suchthilfe in Deutschland zählt damit zu den größten Versorgungssystemen im Suchtbereich in Europa und weist eine hohe Qualifizierung und Differenzierung auf.

 

Primäres Ziel dieses Jahresberichts ist eine breite Ergebnisdarstellung aktueller Daten der DSHS. Der Bericht bietet neben Informationen zu an der DSHS teilnehmenden Einrichtungen und dem Betreuungsvolumen einen Überblick über störungsbezogene und soziodemographische Merkmale der betreuten/behandelten Klientel sowie zu Merkmalen der Betreuung bzw. Behandlung.

 

Ergänzend werden Auswertungen gegliedert nach ausgewählten Hauptmaßnahmen erstellt. Dies sind für das Datenjahr 2023 Ambulante medizinische Rehabilitation (ARS), (Reha-)Nachsorge (NAS) sowie Assistenzleistung im eigenen Wohn- und Sozialraum (AWS) und Psychosoziale Begleitbetreuung Substituierter (PSB) sowie Suchtberatung im Justizvollzug (SBJ).

 

Im Sinne einer Kompaktzusammenfassung werden zentrale Parameter einerseits typ- und hauptdiagnosebezogen im Querschnitt visualisiert und darüber hinaus Trendprofile (ab Datenjahr 2017) bereitgestellt.

 

Zum Bericht (kostenfrei): SUCHTHILFE IN DEUTSCHLAND 2023

Forschung im Presse-Echo: zur Meldung aus dem dpa-Newskanal am 28.06.2023

dpa-infocom, dpa:230628-99-215322/3 „Suchthilfe warnt: Erster Kontakt mit Cannabis oft schon früh“


Aktueller
Abschlussbericht
Suchthilfestatistik
Niedersachsen 2021

Das IFT Institut für Therapieforschung München verweist auf Presseinformationen zum Thema „Erster Kontakt zu Cannabis bei Personen mit cannabisbezogenen Störungen in der Suchthilfe“, die auf Informationen der dpa beruhen und an verschiedenen Stellen veröffentlicht wurden. Hierbei wurde bei einzelnen Rezeptionen unter anderem das Durchschnittsalter der Hilfesuchenden fehlerhaft wiedergegeben. Eine korrekte Wiedergabe des dpa-Artikels findet sich im untenstehenden Presseecho. Für weitere Informationen verweisen wir auf den aktuellen Abschlussbericht sowie die Pressemitteilung der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen.

In Deutschland soll der Konsum von Cannabis legalisiert werden. Eine aktuelle Auswertung zeigt: Mit der Droge machen viele Menschen in Niedersachsen schon sehr früh in ihrem Leben Bekanntschaft.

Wer wegen einer cannabisbezogenen Störung wie einer Abhängigkeit zur Suchtberatung oder in eine stationäre Reha geht, hat dem aktuellen Suchthilfebericht zufolge oft mit unter 14 Jahren ersten Kontakt zu der Droge gehabt. In Niedersachsen betrifft dies 36 Prozent der Männer und 37 Prozent der Frauen, die wegen einer solchen Störung zur Suchtberatung kommen. Das ergab die am Mittwoch in Hannover vorgelegte Suchthilfestatistik Niedersachsen des IFT Institut für Therapieforschung in München im Auftrag der niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen (NLS). Auch 35 Prozent der Männer und 44 Prozent der Frauen, die sich wegen einer von Cannabis bedingten Störung in der stationären Rehabilitation befinden, hatten schon mit unter 14 Jahren erstmals Kontakt zu Cannabis.

Cannabis-Sucht: Hilfesuchende bei Störungsbeginn im Schnitt 17 Jahre alt

Personen, die im Jahr 2021 wegen cannabisbezogenen Störungen eine Suchtberatung in Niedersachsen in Anspruch nehmen, sind im Durchschnitt 26 alt und waren bei Störungsbeginn im Durchschnitt 17 Jahre alt, erklärt Monika Murawski vom Institut für Therapieforschung. „Das zeigt, dass die Anstrengungen in Prävention und Frühintervention hier intensiviert werden müssen“, betont Michael Cuypers, der Geschäftsführer der niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen.

In Deutschland ist die kontrollierte Legalisierung von Cannabis geplant. Zu den Zielen gehört etwa eine Kontrolle der Qualität, gewährleisteter Jugend- sowie Gesundheitsschutz und das Eindämmen des Schwarzmarktes. Für Minderjährige sollen Erwerb, Besitz und Anbau von Cannabis weiterhin verboten bleiben.

Alkoholbezogene Störungen sind die häufigste Hauptdiagnose bei Suchtberatung

Die dominierende Hauptdiagnose bei der Sucht- und Drogenberatung sind laut Studie aber alkoholbezogene Störungen mit einem Anteil von 47,8 Prozent – in der stationären Rehabilitation kämen alkoholbedingte Störungen auf einen Anteil von 67,3 Prozent, so die Leiterin der Forschungsgruppe Therapie und Versorgung, Dr. Larissa Schwarzkopf. Dahinter folgen Störungen aufgrund des Konsums von Cannabis mit Anteilen von 26,2 Prozent beziehungsweise 10,2 Prozent. Für den Bericht wurden in einer Teilstichprobe von 77 Suchthilfeeinrichtungen in Niedersachsen rund 23.000 Fälle des Datenjahres 2021 ausgewertet.